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REVIEW: Unorthodox (Re-Release 2025) (EDGE OF SANITY)

TIPP

BY Dennis Otto


Im Zuge der Re-Releases-Serie aller Alben von EDGE OF SANITY, die sich über die Jahre 1991 bis 2003 erstreckten, wurde natürlich auch das 1992er-Zweitwerk „Unorthodox“ einer ausführlichen Wiederbelebung von Mastermind Dan Swanö persönlich unterzogen. Und um das Fazit gleich vorwegzunehmen: Wer nicht ausschließlich und mit Waffengewalt stets bis aufs Blut und aus Prinzip die Urversion mit dem Originalsound einer Veröffentlichung verteidigt, wird keine bessere Variante dieses Meisterwerks finden, denn das gesamte Package umfasst zwei CDs, wobei sich auf der ersten Scheibe das komplett remasterte Album inklusive der seinerzeit auf CD („Beyond The Unknown“ und „Days Of Maturity“) und Tape („Human Abberation“) erschienenen Bonustracks befindet, die jetzt nicht mehr zwischen die regulären Album-Songs gemogelt worden sind, sondern allesamt am Ende stehen. Das Remastering hat dem Album hörbar gut getan, denn der zuvor schon sehr gute Sound hämmert jetzt noch transparenter, klarer und vor allem druckvoller aus den Boxen. Wer es noch feiner abgestimmt haben möchte, wird mit dem Remix (ohne die Bonustracks) auf CD 2 seine Freude haben, denn dort hat Herr Swanö das Album noch detailreicher optimiert, was in erster Linie auf sehr guten Anlagen oder unter dem Kopfhörer zum Tragen kommt. Weiterhin beinhaltet dieser Re-Release ein dickes, 32-seitiges Booklet mit extrem ausführlichen Liner-Notes, Fotos aus der damaligen Zeit sowie - in diesem Fall fast schon selbstredend - sämtlichen Texten. Inhaltlich gibt es zu „Unorthodox“ nicht viel zu sagen: Mit Klassikern wie „Enigma“ (mit Cello und grandiosem Klargesang), „Everlasting“, „Dead But Dreaming“ oder dem teilweise fast schon an SAVATAGE erinnernden Abschluss-Doomer „When All Is Said“ beinhaltet das Album keinen einzigen schwachen Song und gilt zu Recht als Meilenstein des schwedischen Death Metals, der jetzt final wirklich nicht mehr verbessert werden kann.